Studiengang S2 PHTG Berufspädagogik

März 12, 2008

„Fish Bowl“

Gespeichert unter: Uncategorized — nicoret @ 7:03

Einstieg:
1. Heute machte Benjamin den Einstieg mit einem Kennenlern-Spiel und einer Übung zur Gruppenbildung. Wir stellten uns paarweise gegenseitig mit Namen vor und überreichten der Partnerin bzw. dem Partner dabei einen kleinen persönlichen Gegenstand. Sobald der eigene Gegenstand wieder bei einem ankam, war das Spiel für einen beendet.
2. Für die Gruppenbildung zogen wir je eine Karte mit verschiedenen Anfangsmelodien wie z.B. Pink Panther. Jede/r summte seine Melodie und suchte die Gruppe mit derselben Melodie.
Ich denke, dass ich das erste Beispiel bei einer neu gebildeten Klasse gut einsetzen kann. Das zweite Beispiel finde ich sehr kreativ. Es werden einmal völlig andere Sinne und Hirnregionen angesprochen

Geschichten:
Nachdem wir zu viert unsere dritte Geschichte gegenseitig vorgelesen und positive Rückmeldungen gegeben haben, reflektierten wir die Übung mit der „Fish Bowl“-Methode:
In einem Kreis von Stühlen stehen vier Stühle. Sobald mindestens drei Stühle besetzt sind, äussern sich die Sitzenden zu bestimmten Diskussionsfragen. Im äusseren Stuhlkreis sitzen die Beobachterinnen bzw. Beobachter. Alle haben jederzeit die Möglichkeit, sich in die Mitte zu setzen und den Kreis wieder zu verlassen.

Unsere Diskussionspunkte mit einigen exemplarischen Erkenntnissen:

bp-fishbowl-foto-11032008.jpg

1. Vergleich zwischen Innen- und Aussenperspektive
Für einige waren die vielen positiven Rückmeldungen peinlich. Von unserer Sozialisation her sind wir das kaum gewohnt.
2. Häufung der Ressourcen
Die Laborsituation wurde vom Alltag unterschieden. Es kommt weniger darauf an, ob die positive Deutung richtig oder falsch ist, sondern welche Deutung am passendsten und nützlichsten ist.
3. Veränderung auf der Beziehungsebene/Zustandsänderungen
Es geht um eine Beziehungsdidaktik. Wichtig ist, auch in einer schwierigen Situation den andern bzw. die andere wert zu schätzen und bei ihm bzw. ihr Ressourcen zu sehen.
4. Transfer in den pädagogischen Alltag
Das positive Umdeuten kann zur Kommunikations-, Feedbackkultur und zur pädagogischen Haltung werden.
5. Und was noch?
Ist das Manipulation? Aus konstruktivistischer Sicht können wir entweder nicht manipulieren oder wir können nicht nicht manipulieren bzw. Manipulation ist unmöglich. Entscheidend ist mit welcher Moral und Ethik wir handeln.
Das Setting der Fish Bowl
- ermöglicht, die Gesprächs- und Beobachtungsfunktion zu trennen
- die Diskussion ist selbstorganisiert und
- kann für die Kommunikation im Klassenzimmer modellhaft sein, z.B. Zuhören

Mini-Input:
Cornelia führte uns heute in die alternative Leistungsbeurteilung ein. Sie sollte
- human
- attraktiv und
- transparent sei

Wir notierten unser Verständnis von „Leistung“ und geeignete Formen der Leistungserbringung/-bewertung. Drei Leute lösten eine Gruppenaufgabe und zwei Beobachterinnen bzw. Beobachter beurteilten die Leistung
- anhand eines Kompetenzrasters und
- als verbalen Bericht.
Die Unterschiede wurden besprochen: z.B. die Scheinobjektivität.

Cornelia gab uns einen Input zu alternativen Bewertungsarten, unter anderem aus der Reformpädagogik: z.B.

- Klassenrat
- verbale Berichte
- Kompetenzraster
- adressspezifische Zeugnisberichte
- Tabellen
- Arbeitsplan
- Fertigkeitsbescheinigung
- Freiarbeit
- Karteikästen

Fortsetzung folgt in der nächsten Veranstaltung …

März 11, 2008

Coaching + Co

Gespeichert unter: Uncategorized — nicoret @ 8:40

Tom liess uns den Zusammenhang zwischen Sport und Unterricht am eigenen Leib erfahren.

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Die Koordinationsübungen zu Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus, Reaktion und Differenzierung lassen sich auf die Schule und das Leben übertragen: Wann leiste ich Widerstand? Wann gebe ich besser nach? Was hat das für Folgen? Wann sind wir im Gleichgewicht? Zeitweise war es für mich ein wenig wie „Schattenboxen“. Widerstände lassen sich einfach auflösen.

Zu dritt haben wir uns dann in Richtung einer NLP-konformen Zieldefinition gecoacht. Mit hartnäckigem Nachfragen brachten wir uns auf die richtige Spur. Die Beobachterin bzw. der Beobachter hat dann schliesslich mit ihrem/seinem Feedback auch noch nachgeholfen. Die Beobachterrolle finde ich sehr konstruktiv.

Kann jede und jeder Coach sein? Was ist eigentlich die genaue Bedeutung dieses Begriffs? Wie können wir Spreu von Weizen trennen? Was ist von coachville zu halten?

Zu viert haben wir uns schliesslich Geschichten aus dem eigenen Leben vorgelesen und die enthaltenen Stärken genannt. Das tut schon noch gut, so viel Gutes zu hören. Auch hier wurden dank positivem Umdeuten bzw. Reframing viele vielversprechende Ressourcen hervorgehoben.

Hier noch ein Link von Timo zum Suso-Gymnasium in Konstanz.

März 6, 2008

Halbzeit und Zwischen-Bilanz

Gespeichert unter: Uncategorized — nicoret @ 1:04

Ausgangslage
Von der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung her war mir die Berufspädagogik schon etwas vertraut. Die IKT war für mich jedoch ziemlich neu. Mir wurde bewusst, dass beides zusammen gehört und ich auch die technische Seite für meinen eigenen Unterricht lernen muss und will.

Verlauf
Zusammen mit dem IKT- und dem IKT-BUA-Kurs habe ich im Kursverlauf die Fachsprache gelernt, Zusammenhänge erkannt und schrittweise unterschiedliche Elemente zu einer Landkarte zusammen gesetzt. Mit der Zeit fand ich mich in den Lernplattformen ILIAS und Moodle mehr und mehr zurecht, bekam einige Uebung im Bloggen und Anregungen zum lösungsorientierten Coaching.

Resultat
Im Vergleich zum Anfang bin ich mit der neuen Lehr- und Lernkultur wie „Blended Learning“ (Gabi Reinmann) und „Coaching“ (De Shazer, NLP) schon viel vertrauter. Ich habe einige Elemente in der Praxis erprobt und meine Lernkompetenzen weiter entwickelt. Mir wurde auch klarer, wie ich Schülerinnen und Schüler vermehrt coachen kann.

Beim Bloggen wird mir immer bewusster, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung sind. Erst mit den Kommentaren beginnt ein Blog so richtig zu „leben“. Auch erkenne ich immer mehr Gestaltungsmöglichkeiten: z.B. weiss ich jetzt, wie wie ich ein eigenes Ton-Dokument einbinden kann (Beispiel folgt).

Was noch?

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