Einstieg:
1. Heute machte Benjamin den Einstieg mit einem Kennenlern-Spiel und einer Übung zur Gruppenbildung. Wir stellten uns paarweise gegenseitig mit Namen vor und überreichten der Partnerin bzw. dem Partner dabei einen kleinen persönlichen Gegenstand. Sobald der eigene Gegenstand wieder bei einem ankam, war das Spiel für einen beendet.
2. Für die Gruppenbildung zogen wir je eine Karte mit verschiedenen Anfangsmelodien wie z.B. Pink Panther. Jede/r summte seine Melodie und suchte die Gruppe mit derselben Melodie.
Ich denke, dass ich das erste Beispiel bei einer neu gebildeten Klasse gut einsetzen kann. Das zweite Beispiel finde ich sehr kreativ. Es werden einmal völlig andere Sinne und Hirnregionen angesprochen
Geschichten:
Nachdem wir zu viert unsere dritte Geschichte gegenseitig vorgelesen und positive Rückmeldungen gegeben haben, reflektierten wir die Übung mit der „Fish Bowl“-Methode:
In einem Kreis von Stühlen stehen vier Stühle. Sobald mindestens drei Stühle besetzt sind, äussern sich die Sitzenden zu bestimmten Diskussionsfragen. Im äusseren Stuhlkreis sitzen die Beobachterinnen bzw. Beobachter. Alle haben jederzeit die Möglichkeit, sich in die Mitte zu setzen und den Kreis wieder zu verlassen.
Unsere Diskussionspunkte mit einigen exemplarischen Erkenntnissen:
1. Vergleich zwischen Innen- und Aussenperspektive
Für einige waren die vielen positiven Rückmeldungen peinlich. Von unserer Sozialisation her sind wir das kaum gewohnt.
2. Häufung der Ressourcen
Die Laborsituation wurde vom Alltag unterschieden. Es kommt weniger darauf an, ob die positive Deutung richtig oder falsch ist, sondern welche Deutung am passendsten und nützlichsten ist.
3. Veränderung auf der Beziehungsebene/Zustandsänderungen
Es geht um eine Beziehungsdidaktik. Wichtig ist, auch in einer schwierigen Situation den andern bzw. die andere wert zu schätzen und bei ihm bzw. ihr Ressourcen zu sehen.
4. Transfer in den pädagogischen Alltag
Das positive Umdeuten kann zur Kommunikations-, Feedbackkultur und zur pädagogischen Haltung werden.
5. Und was noch?
Ist das Manipulation? Aus konstruktivistischer Sicht können wir entweder nicht manipulieren oder wir können nicht nicht manipulieren bzw. Manipulation ist unmöglich. Entscheidend ist mit welcher Moral und Ethik wir handeln.
Das Setting der Fish Bowl
- ermöglicht, die Gesprächs- und Beobachtungsfunktion zu trennen
- die Diskussion ist selbstorganisiert und
- kann für die Kommunikation im Klassenzimmer modellhaft sein, z.B. Zuhören
Mini-Input:
Cornelia führte uns heute in die alternative Leistungsbeurteilung ein. Sie sollte
- human
- attraktiv und
- transparent sei
Wir notierten unser Verständnis von „Leistung“ und geeignete Formen der Leistungserbringung/-bewertung. Drei Leute lösten eine Gruppenaufgabe und zwei Beobachterinnen bzw. Beobachter beurteilten die Leistung
- anhand eines Kompetenzrasters und
- als verbalen Bericht.
Die Unterschiede wurden besprochen: z.B. die Scheinobjektivität.
Cornelia gab uns einen Input zu alternativen Bewertungsarten, unter anderem aus der Reformpädagogik: z.B.
- Klassenrat
- verbale Berichte
- Kompetenzraster
- adressspezifische Zeugnisberichte
- Tabellen
- Arbeitsplan
- Fertigkeitsbescheinigung
- Freiarbeit
- Karteikästen
Fortsetzung folgt in der nächsten Veranstaltung …